12. Junge Ohren Preis

„Braucht Musik Vermittlung oder vermittelt sie sich nicht eigentlich selber?“ Das ist eine Frage, die sich auch (Musik-) Vermittler*innen immer wieder stellen. Etwa auf den Fachveranstaltungen rund um die 12. Preisverleihung des Junge Ohren Preises. Zu diesem lud Lydia Grün, Chefnetzwerkerin der Musikvermittlerszene und seit unserem Interview im September in den „Olymp“ des Rates für Kulturelle Bildung eingezogen,  zusammen mit ihrem umtriebigen Junge Ohren Team kürzlich in die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt ein.

Angesichts der beeindruckenden Programme, die für den Preis nominiert worden sind, beantwortet sich die eingangs gestellte Frage selbst: Ja, Musik braucht Vermittlung. Zumindest wenn man komplexere und aktivere Zugänge zur Musik für wichtig hält, als das „bewußtlose“ Konsumieren von Musik. Schon der lustvolle Umgang mit dem ureigensten Instrument – der Singstimme – ist für Viele eine Hürde, die einer Brücke bedarf und eines motivierenden Impulses diese Brücke auszuprobieren. Und es gibt sie.

Ich persönlich habe mich darum gefreut, dass ausgerechnet jenes Projekt den 1. Preis gewonnen hat, das genau dort (bei der eigenen Stimme) ansetzt, das nachhaltig angelegt ist und im übrigen für die niedrigschwellige Nachahmung prädestiniert ist: Sing! vom Rundfunkchor Berlin. GRATULATION!

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Allerdings sind die anderen Projekte – genauer gesagt Programme, denn es handelt sich durchweg um Aktivitäten, die langfristig angelegt sind – ebenso preiswürdig. Das hat sich u.a. daran gezeigt, dass die Jury einen Tag dranhängen musste, um sich auf einen Gewinner zu einigen.

Es ist mir daher ein Anliegen und eine Freude, hier ein bißchen Werbung zu machen für dieses außergewöhnliche Engagement:

 

Education-Programm der Klavier-Festivals Ruhr (Essen)

Stiftung Klavier-Festival Ruhr

 

Ludwig + Du (Bonn)

Internationals Beethovenfest Bonn

 

Piccolo Concerto Grosso (Zürich)

Ox & Öl

 

Querklang (Berlin)

Universität der Künste Berlin, K&K Kultkom, Klangzeitort, Kulturkontakte e.V. Berliner Festspiele – Maerzmusik

 

WDR Musikvermittlung (Köln)

Westdeutscher Rundfunk

 

Erwähnen will auch natürlich auch den Preis in der Kategorie Exzellenz für Reiner O. Brinkmann (er selber kolportierte, Viele hielten das „O“ für eine Abkürzung für „Oper“), der seit vielen Jahren wegweisende Projekte im Bereich des – ja richtig geraten – Musiktheaters konzipiert und durchführt.

 

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Übrigens:

Wer Interesse an einem Mitaufbau einer Arbeitsgemeinschaft zum Thema Musikvermittlung und Education in der Region Hessen Plus hat, der melde sich gerne bei Julia Seitz (oder auch bei mir).

 

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